Stammdaten
| CAS-Nummer | 8018-01-7 |
| Wirkstofftyp | Fungizid (Dithiocarbamat) |
| EU-Status | Zulassung 01/2021 ausgelaufen |
| ADI (chronisch) | 0,05 mg/kg KG/Tag |
| ARfD (akut) | 0,6 mg/kg KG/Tag |
| Rechtsgrundlage | VO (EU) 2021/134; EG 396/2005 Anhang III |
Besonderheit: Metabolit ETU
Mancozeb wird im Körper und in der Umwelt zu Ethylen-Thioharnstoff (ETU) abgebaut, das als schilddrüsenseitig und möglicherweise erbgutverändernd gilt. Die toxikologische Bewertung erfolgt daher über das Gesamtsystem Dithiocarbamate inklusive ETU.
Typische Rückstandshöchstmengen (mg/kg)
Da Dithiocarbamate analytisch als Gruppe gemessen werden, gelten die MRLs oft gemeinsam für mehrere Wirkstoffe.
| Lebensmittel | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|
| Äpfel | 3 | wird nach Auslauf reduziert |
| Trauben (Tafel) | 5 | |
| Tomaten | 3 | |
| Kartoffeln | 0,3 | |
| Weizen (Korn) | 0,5 | |
| Kopfsalat | 5 | höhere Exposition möglich |
Warum die Zulassung auslief
Bei der turnusmäßigen Neubewertung ließ sich der Schutz vor ETU-Rückständen nicht für alle Anwendungen sicherstellen. Die EU verlängerte die Zulassung nicht. Bestehende Höchstmengen bleiben übergangsweise gültig, werden aber schrittweise an die neue Risikobewertung angepasst.
Für Verbraucher
Schälen und Waschen verringern Dithiocarbamat-Rückstände deutlich, da sie eher auf der Oberfläche haften. Bei importierten Warenumsängen finden sich in EU-Kontrollen noch regelmäßig Mancozeb-Rückstände.