Häufigste Wirkstoffe in Äpfel
| Wirkstoff | Typ | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Captan | Fungizid | 3,0 | Apfelschorf |
| Dithianon | Fungizid | 5,0 | Chinon, Oberfläche |
| Boscalid | Fungizid | 2,0 | breites Spektrum |
| Chlorpyrifos | Insektizid | 0,01 | nicht mehr zugelassen |
| Carbendazim | Fungizid | 0,1 | Rückstände selten |
Mehrfachrückstände sind die Regel
Konventionelle Äpfel gehören zu den Produkten mit der höchsten Rate an Mehrfachrückständen. Die Werte liegen aber fast immer unter den MRLs — das Problem ist eher die Vielzahl der Stoffe als ihre Einzelhöhe.
Warum Äpfel so behandelt werden
Apfelschorf (Venturia inaequalis) ist der Hauptfeind im Erwerbsobstbau und erfordert mehrere Fungizidgaben von Austrieb bis kurz vor der Ernte. Dazu kommen Insektizide gegen Apfelwickler und Blattläuse. Bio-Äpfel nutzen stattdessen Kupfer, Schwefel und resistente Sorten.
Verbrauchertipps
- Waschen und schälen entfernt die meisten Oberflächenrückstände — viele Wirkstoffe sind Kontaktfungizide.
- Regionale Saisonware (Sep.–Mai aus Lagerung) hat die geringste Belastung.
- Bio-Äpfel zeigen in Kontrollen deutlich weniger synthetische Rückstände.
- Sortenvielfalt — schorfresistente alte Sorten (Topaz, Rubinola) brauchen weniger Behandlung.
Für Verbraucher
Mehr zur allgemeinen Einordnung im Ratgeber Rückstandsbelastung und im Verbraucher-Leitfaden. Konkrete Grenzwerte in der MRL-Suche.