Häufigste Wirkstoffe in Blattgemüse
| Wirkstoff | Typ | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Mancozeb | Fungizid | 5,0 | Dithiocarbamat |
| Captan | Fungizid | 10,0 | höher bei Blattgemüse |
| Boscalid | Fungizid | 15,0 | sehr hoch bei Salat |
| Chlorpyrifos | Insektizid | 0,01 | nicht mehr zugelassen |
| Propamocarb | Fungizid | 5,0 | gegen Fäulnis |
Höchste Fundraten im Gemüsefach
Blattgemüse führt die Statistik bei Rückständen und Mehrfachrückständen an. Höhere MRLs (bis 15 mg/kg) spiegeln den intensiven Pflanzenschutz in kurzen, empfindlichen Kulturen wider. Rucola und Babyspinat sind besonders häufig betroffen.
Warum Blattgemüse so belastet ist
Salate und Spinat wachsen schnell, werden unreif geerntet und fast unverarbeitet verzehrt. Schädlinge (Blattläuse, Erdflöhe) und Pilze (Falscher Mehltau) treffen auf eine große, weiche Oberfläche. Die Wartezeit zwischen letzter Behandlung und Ernte ist oft kurz — deshalb sind die MRLs hier höher angesetzt.
Verbrauchertipps
- Mehrere Wasserbäder beim Waschen — einzelne Blätter lösen Rückstände besser als ganze Köpfe.
- Bio-Blattgemüse ist hier besonders empfehlenswert — der Unterschied ist am größten.
- Saisonal und regional statt Importware aus intensivem Anbau.
Für Verbraucher
Mehr zur allgemeinen Einordnung im Ratgeber Rückstandsbelastung und im Verbraucher-Leitfaden. Konkrete Grenzwerte in der MRL-Suche.