Häufigste Wirkstoffe in Kartoffeln
| Wirkstoff | Typ | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Mancozeb | Fungizid | 0,3 | Kraut- und Braunfäule |
| Chlorpropham | Keimhemmer | 30,0 | Lagerung (separat geregelt) |
| Glyphosat | Herbizid | 0,2 | Vor der Ernte |
| Chlorothalonil | Fungizid | 0,01 | nicht mehr zugelassen |
| Pirimicarb | Insektizid | 0,05 | sehr niedrig |
Keimhemmung bei langer Lagerung
Damit Kartoffeln monatelang lagerfähig bleiben, werden sie manchmal mit Chlorpropham (CIPC) behandelt. Diese Anwendung ist in der EU zunehmend eingeschränkt; Rückstände sitzen an der Schale und werden beim Schälen entfernt.
Warum Kartoffeln relativ sauber sind
Kartoffeln sind Knollen, die im Boden wachsen. Fungizide gegen Kraut- und Braunfäule (Phytophthora) werden auf das Kraut gespritzt und gelangen kaum in die Knolle. Der größte Teil der Behandlungen betrifft das Grünzeug, nicht das spätere Lebensmittel.
Verbrauchertipps
- Schälen entfernt eventuelle Keimhemmungs- und Oberflächenrückstände.
- Frische Saisonware hat die geringste Belastung.
- Grüne Stellen und Keime herausschneiden — sie enthalten Solanin, keinen Pestizidrückstand, sind aber ebenfalls unerwünscht.
Für Verbraucher
Mehr zur allgemeinen Einordnung im Ratgeber Rückstandsbelastung und im Verbraucher-Leitfaden. Konkrete Grenzwerte in der MRL-Suche.