Gruppe 2 · EG 396/2005 Anhang I

Tomaten

Tomaten, Paprika und Auberginen (Fruchtgemüse) sind häufig untersucht und zeigen regelmäßig Rückstände — vor allem Fungizide und Insektizide. Besonders Importpaprika fallen in Kontrollen durch Überschreitungen auf.

Häufigste Wirkstoffe in Tomaten

WirkstoffTypMRL (mg/kg)Hinweis
MancozebFungizid3,0Zulassung ausgelaufen
ChlorothalonilFungizid0,01nicht mehr zugelassen
TebuconazolFungizid0,4Triazol
BoscalidFungizid1,5genehmigt
DeltamethrinInsektizid0,2Pyrethroid

Import-Paprika im Fokus

Paprika aus bestimmten Drittstaaten haben in EU-Kontrollen überproportional oft Überschreitungen — teils durch nicht genehmigte Wirkstoffe. EU-Freilandware und Gewächshausware schneiden deutlich besser ab.

Gewächshaus vs. Freiland

Tomaten und Paprika werden sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus angebaut. Im geschützten Anbau ist der Schädlingsdruck oft geringer und biologische Verfahren (Nützlinge) weiter verbreitet. Freilandware braucht dagegen eher chemischen Pflanzenschutz.

Verbrauchertipps

  • Waschen ist bei Tomaten und Paprika Standard — die Oberfläche trägt viele Rückstände.
  • EU-Ware bevorzugen, besonders bei Paprika aus der Saison.
  • Gewächshausware hat oft die geringste Belastung.

Für Verbraucher

Mehr zur allgemeinen Einordnung im Ratgeber Rückstandsbelastung und im Verbraucher-Leitfaden. Konkrete Grenzwerte in der MRL-Suche.