Häufigste Wirkstoffe in Zitrusfrüchte
| Wirkstoff | Typ | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Imazalil | Fungizid | 5,0 | Schalen-Nachbehandlung |
| Thiabendazol | Fungizid | 5,0 | gegen Grün-/Blaufäule |
| Chlorpyrifos | Insektizid | 0,01 | nicht mehr zugelassen |
| Orthophenylphenol | Fungizid | 5,0 | Wachs+Schutz |
Schale ist die Hauptlast
Wer Zitrusabrieb (z. B. für Kuchen) verwendet oder die Schale mitisst, nimmt deutlich mehr Rückstände auf als jemand, der nur das Fruchtfleisch isst. Unbehandelte oder Bio-Zitrusfrüchte sind die sichere Wahl für Abrieb.
Warum Zitrus besonders behandelt wird
Zitrusfrüchte reifen im Ernteland, werden dann gekühlt über Wochen verschifft und im Zielland teils wochenlang gelagert. In dieser Zeit sind sie anfällig für Grün- und Blaufäule (Penicillium). Deshalb kommen Wachsüberzüge und fungizide Nachbehandlungen (Dipping, Drenching, Wachs) zum Einsatz — klassischerweise mit Imazalil, Thiabendazol oder Orthophenylphenol.
Was Kontrollen zeigen
Zitrusfrüchte gehören in EU-Kontrollen zu den Produkten mit der höchsten Fundrate an Rückständen — meist Fungizide in der Schale. Die allermeisten Befunde liegen aber unter dem MRL. Überschreitungen kommen vor allem bei Importwaren aus bestimmten Drittstaaten vor.
Verbrauchertipps
- Schälen, wenn die Schale nicht mitgegessen wird — das entfernt den Großteil der Rückstände.
- Für Abrieb unbehandelte oder Bio-Zitronen verwenden.
- Heiß abwaschen reduziert Wachsschichten und oberflächliche Rückstände.
Für Verbraucher
Mehr zur allgemeinen Einordnung im Ratgeber Rückstandsbelastung und im Verbraucher-Leitfaden. Konkrete Grenzwerte in der MRL-Suche.