Stammdaten
| CAS-Nummer | 35554-44-0 |
| Wirkstofftyp | Fungizid |
| EU-Status | in der EU nicht mehr genehmigt |
| ADI (chronisch) | 0,025 mg/kg KG/Tag |
| ARfD (akut) | nicht festgelegt |
| Rechtsgrundlage | VO (EU) 2023/3340; EG 396/2005 Anhang III |
Typische Rückstandshöchstmengen (mg/kg)
| Lebensmittel | MRL (mg/kg) | Hinweis |
|---|---|---|
| Orangen, Mandarinen (Schale) | 5,0 | Hauptanwendung Zitrus-Nachbehandlung |
| Zitronen, Grapefruit (Schale) | 5,0 | |
| Äpfel, Birnen | 0,02 | sehr niedrig nach Nicht-Zulassung |
| Tomaten, Gurken | 0,02 | |
| Weizen (Korn) | 0,05 |
Besonderheit: Schalenbelastung bei Zitrus
Imazalil sitzt fast vollständig in der Schale der behandelten Früchte. Wer Zitrusabrieb verwendet oder die Schale mitisst, nimmt deutlich mehr auf als jemand, der nur das Fruchtfleisch isst. Schälen reduziert die Belastung stark.
Nach der Nicht-Verlängerung der Zulassung 2023 wurden die MRLs für die meisten frischen Lebensmittel auf die Bestimmungsgrenze gesenkt. Für Zitrusfrüchte gelten noch Übergangs- und Importwerte, weil die Nachbehandlung in Drittstaaten weiterhin üblich ist.
Hintergrund
Imazalil hemmt die Ergosterin-Biosynthese von Pilzen. Die EFSA kam 2022 zu dem Schluss, dass der Stoff als möglicher endokriner Disruptor (Kategorie 1B) einzustufen ist. Da sich die Anforderungen daran nicht erfüllen ließen, lief die Zulassung aus.
Für Verbraucher
Mehr zur Einordnung der Werte im Ratgeber zu ADI & ARfD und im Grundlagenartikel zu MRLs.