Insektizid · CAS 168316-95-8

Spinosad

in der EU genehmigt

Ein biologisch abgeleitetes Insektizid, das aus dem Bodenbakterium Saccharopolyspora spinosa gewonnen wird. Es greift selektiv in den nikotinergen Rezeptor von Insekten ein und gilt als vergleichsweise umweltverträglich — zugelassen sogar im ökologischen Landbau.

Stammdaten

CAS-Nummer168316-95-8
WirkstofftypInsektizid
EU-Statusin der EU genehmigt
ADI (chronisch)0,025 mg/kg KG/Tag
ARfD (akut)0,2
RechtsgrundlageVO (EU) 2023/944; EG 396/2005 Anhang III

Typische Rückstandshöchstmengen (mg/kg)

LebensmittelMRL (mg/kg)Hinweis
Äpfel0,2
Erdbeeren0,5
Weintrauben1,0
Kohl1,0
Baumwollsaat0,5Import

Erlaubt im Bio-Anbau

Spinosad gehört zu den wenigen Insektiziden, die auch in der EU-Öko-Verordnung zugelassen sind — zusammen mit anderen natürlichen Stoffen. Dennoch gelten die regulären MRLs auch für Bio-Ware.

Spinosad wirkt über den nikotinergen Acetylcholinrezeptor und ist für Wirbeltiere und Menschen vergleichsweise wenig toxisch. Es wird schnell in der Umwelt abgebaut und galt lange als Musterbeispiel eines „grünen" Insektizids.

Toxikologische Bewertung

Das ADI von 0,025 mg/kg KG/Tag ist niedrig, aber der Sicherheitsfaktor 100 ist eingerechnet. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ist die Aufnahme weit unter dem ADI.

Für Verbraucher

Mehr zur Einordnung der Werte im Ratgeber zu ADI & ARfD und im Grundlagenartikel zu MRLs.