Häufigste Wirkstoffe in Gemüse
| Wirkstoff | Typ | Tomate (mg/kg) | Salat (mg/kg) | Kartoffel (mg/kg) |
|---|---|---|---|---|
| Mancozeb | Fungizid | 3 | 5 | 0,3 |
| Captan | Fungizid | 3 | 10 | 0,05 |
| Chlorothalonil | Fungizid | 0,01 | 0,01 | 0,01 |
| Glyphosat | Herbizid | 0,1 | 0,5 | 0,2 |
Sorten & ihre Besonderheiten
Blattgemüse (Salat, Spinat, Mangold)
Wird komplett verzehrt und hat eine große Oberfläche — daher teils deutlich höhere Grenzwerte. Kopfsalat ist ein klassisches Beispiel für Mehrfachrückstände, meist jede einzelne unter dem MRL.
Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Auberginen)
Große Anbauflächen, intensiver Pflanzenschutz. Importpaprika und -tomaten zeigen in Kontrollen gehäuft Rückstände nicht genehmigter Wirkstoffe. EU-Ware schneidet deutlich besser ab.
Wurzel- & Knollengemüse (Karotten, Kartoffeln)
Wachsen im Boden, der Rückstandskontakt ist hier anders gelagert. Kartoffeln haben niedrige Grenzwerte; Schälen entfernt die meisten Oberflächenrückstände. Karotten können Bodenwirkstoffe über die Schale aufnehmen.
Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen)
Trocken geerntete Hülsenfrüchte — besonders Importware — zeigen gelegentlich höhere Glyphosat- oder Insektizid-Rückstände, weil sie lange lagern und transportiert werden.
Praxistipp
Bei Blattgemüse gründlich waschen (ggf. mehrere Wasserbäder), Wurzelgemüse schälen. Saisonale EU-Ware aus kontrolliertem Anbau hat die geringste Belastung.